Donnerstag, 28 Februar 1952

Nicht dass ich den Morgen vergässe …*

Nicht dass ich den Morgen vergässe,
kaum veränderter Himmel,
Säule Gedächtnis erhebt sich
mir auf Trümmern des 
05 Kirchleins, das auf dem  Berg 
ich einst wallfahrend besuchte, 
einst, da mein Gebet, ver-
schleiert Fromme, 
mühte auf Knien sich zum Altar: // 018 
10 überschwemmt ist er noch heute 
von Blumen der Sucht nach Verehrung. 
Aber die Stelle des göttlichen Bildes ist leer: 
Nun wallen die Düfte empor: 
ob sie wohl betören die Taube 
15 dort am Gesims, dass sie schwe- 
be herbei und mit 
Gurren hüte den Altar?


Seite 017 (C-2-b_05_017.jpg)

 

 

 

 

 

Nicht dass ich den Morgen vergässe 
Nicht dass ich dich xxx , 

kaum veränderter Himmel, 

Säule Gedächtnis erhebt sich 

mir auf Trümmern des Bildes,

die einstmals ich ehrte¿,

05 Kirchleins, das auf dem Berg 

ich einst wallfahrend besuchte, 

einst, da ich mein Gebet, ver-

schleiert Fromme, m 

mühte auf Knien sich zum 

Altar: // 

Seite 018 (C-2-b_05_018.jpg)

10 überschwemmt ist er noch heute 

von Blumen der Sucht nach 

Verehrung. 

Aber dasie Bildnis inmitten Stelle 

des göttlichen Bildes ist 

leer: 

Nun wallen die Düfte empor: 

ob sie wohl betören die Taube 

15 dort am Gesims, dass sie schwe-

be herbei und inmitten mit 

Gurren hüte den Altar? 

28. 2. 52

  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: C-2-b/05
  • Seite / Blatt: 017 (unten)-018
  • Status Text: Definitiv
  • Umschrift: Kontrolliert
  • Priorität: Hoch
    Änderung: Donnerstag, 28 März 2019
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