Samstag, 26 Juli 1952

Eilt herab aus vieler Stille …*

Eilt herab aus vieler Stille 
Läufer mit der Fackel Glut, 
bäumen Felsen, bebt der Busch, 
was denn heut im jähen Schein 
05 hoch vom Berg im Tal sich künde. 

Wachen auf und auf die Strasse 
stürzen alle, fürchtend 
Flut und Steinschlag, die der Bote 
warnend sage. Aber ihm 
leuchtet von der heissen Stirn, 

10 aus dem Schweisse: Gold hab ich 
in dem wilden Bach, im klaren 
eisigen Wasser ich gefunden. 
Reichtum ruht in unserm Land. // 050 

Und sie ziehn noch diesen Abend, 
15 klimmt zu Berg ein langer Zug, 
jeder dass ihm nicht ein andrer 
raube Gold


Seite 049 (C-2-b_05_049.jpg)

Eilt herab aus vieler Stille 

Läufer mit der Fackelmacht Glut, 

bäumen Felsen, bebt der Busch, 

was denn heut im jähen Schein 

05 hoch vom Berg im Tal sich künde.

Wachen auf und auf die Strasse 

stürzen alle voller, fürchtend 

Flut und Steinschlag, die der Bote 

warnend sage. Aber ihm 

leuchtet von der heissen Stirn,

10 aus dem Schweisse: Gold hab ich 

in dem wilden Bach, im klaren 

eisigen Wasser ich gefunden. 

Reichtum scheint¿ ruht in unsrem Land. // 

Seite 050 (C-2-b_05_050.jpg)

Und sie ziehn noch diesen Abend, 

15 klimment zu Berg ein langer Zug, 

jeder
 dass ihm nicht ein andrer Räuber 

raube Gold 

26. 7. 52

  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Endfassung: ja
  • Strophen: ja
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: C-2-b/05
  • Seite / Blatt: 049, 050 (oben)
  • Status Text: Definitiv
  • Umschrift: Kontrolliert
  • Priorität: Hoch
    Änderung: Dienstag, 30 Oktober 2018
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