Dienstag, 11 November 1952

Ansprache an den Prinzen Karneval …*

Ansprache an den Prinzen Karneval: Hochgnädigster, aller verdunkeltster, närrischster Prinz! – Beschämung vor dem zahlreich versammelten, mit Narrheit geschmückten, Narrheit blitzenden Hofstaat – Erledigung eines Auftrages: Bitte um Verzeihung, dass ich nicht ganz die Narrheit zu seiner Erfüllung besitze: Gruss vom Vogel Gryff: angetroffen auf der Rheinbrücke, erinnert mich im Karneval an die Gründung der Stadt, seine Aufgabe, schickt mich, so drohend, nach Tübingen. Ich ängstlich, fürchte mein Rasierspiegel möchte nicht genügen und gehorche: Droht dem Kolleg: wenn es nicht richtig Fasching mache, // 072 werde er nach Tübingen kommen und vom Kaiser-Wilhelmturm herabschauen.

02 Bitte an den Hof der Narrheit, durch diese Bestellung, den Aufenthalt im närrischen Reiche eine Narrenkappe mit Schellchen, soll heissen die Teilnahme an der Fülle der Torheit gescheint zu erhalten und gnädig gewährt. Dafür schwöre¿, mich jeglicher Weisheit oder Ernsthaftigkeit und auch nur des geringsten Anteils daran mich persönlich zu enthalten.


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  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Prosanotat
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: C-2-b/05
  • Seite / Blatt: 071-072
  • Status Text: Kontrolliert
  • Priorität: Hoch
    Änderung: Donnerstag, 28 März 2019
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