Sonntag, 16 März 1952

Nicht dass ich den Morgen vergässe …* (A)

Nicht dass ich den Morgen vergässe unter verändertem Himmel,
Säule Gedächtnis erhebt sich mir auf Trümmern des Kirchleins, 
das auf dem Berg ich einst wallfahrend besuchte, 
einst da mein Gebet, verschleierte Fromme, 
05 mühte auf Knien sich zum Altar, 
überschwemmt ist er noch heute von Blumen der Sucht nach 
Verehrung. 
Aber die Stelle des Bildes ist leer, ob die Düfte 
wohl betören die Taube dort am Gesims, 
dass sie schwebe herbei und mit Gurren hüte den Altar?


Blatt 01 (A-5-c_03_009.jpg)

A

Nicht dass ich den Morgen vergässe unter verändertem Himmel,

Säule Gedächtnis erhebt sich mir auf Trümmern des Kirchleins,

das auf dem Berg ich einst wallfahrend besuchte,

einst da mein Gebet, verschleierte Fromme,

05 mühte auf Knien sich zum Altar,

überschwemmt ist er noch heute von Blumen der Sucht nach

Verehrung.

Aber die Stelle des Bildes ist leer, ob die Düfte

wohl betören die Taube dort am Gesims,

dass sie schwebe herbei und mit Gurren hüte den Altar?

  • Besonderes:

    Verso: Typoskript (Wie doch fallen jäh die Flammen), durchgestrichen

  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/03_005
  • Seite / Blatt: 01 (oben)
  • Status Text: Kontrolliert
  • Umschrift: Kontrolliert
  • Priorität: Hoch

Inhalt: 95 Manuskripte zu 40 Gedichten (17 Endfassungen)
Datierung: 8.2.-16.12.1952
Textträger: Einzelblätter (A4-Format)
Umfang: 46 Dossiers, 93 beschriebene Seiten
Publikation: Die verwandelten Schiffe (1 Gedicht), Verstreute (1 Gedicht)
Signatur: A-5-c/03 (Schachtel 34)
Herkunft: Hellblaue Mappe EG 1952; beige Mappe EG 52 VD

Wiedergabe: Edierte Texte, Abbildungen, Diplomatische Umschriften

    Änderung: Mittwoch, 03 Oktober 2018
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