Montag, 21 April 1952

Riss ich nicht aus mir das Auge …* (A)

Riss ich nicht aus mir das Auge,
schmerzte nicht Glut
immer noch
und immer noch Mühsal der Wandrung? 
05 Jetzt noch dringt mir das Bild 
der Büsche am Hang 
und der Schleier der Nymphen, 
Sibyllenwort aus der Höhle, 
Tanz der gestaffelten Vögel: 
10 über den Büschen und Höhlen und dem Wort in der Höhle 
regerer Schmuck um den kahlen Gipfel 
dringt mir noch in das Auge. 
Einzig die Nacht 
steigt mir ins Fenster zu ruhen, 
15 trägt auf der Schulter den Vogel: 
Wort der Sibylle entsiegelt, 
kündend den künftigen Altar.


Blatt 01 (A-5-c_03_040.jpg)

A

[ Wahr aber ist,

dass mich die Glut dieser Wandrung

schmerzte im Auge. ]

Jetzt rRiss ich nicht aus mir das Auge,

schmerzte
wäre¿  nicht Glut

immer noch

und immer noch Mühsal der Wandrung?

05 Jetzt noch dringt mir das Bild

der Büsche am Hang

und der Schleier der Nymphen,

Sibyllenwort aus der Höhle,

Tanz der gestaffelten Vögel:

10 über den Büschen und Höhlen und dem Wort in der Höhle

regerer Schmuck

über dem um den kahl kahlen Gipfel

dringt mir noch in das Auge.

Ruhe Einzig ruhet die Nacht

und steigt mir ins Fenster

Einzig die Nacht

steigt mir ins Fenster zu ruhen,

15 trägt auf der Schulter den Vogel,:

Wort der Sibyllen entsiegelt,

und kündend den künftigen Altar.

21. 4. 52

  • Besonderes:

    Verso: abgebrochenes Typoskript (Wenn uns andre immer höhnt die Wölbung)

  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/03_015
  • Seite / Blatt: 01
  • Status Text: Kontrolliert
  • Umschrift: Kontrolliert
  • Priorität: Hoch

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    Änderung: Donnerstag, 04 Oktober 2018
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