Donnerstag, 24 Juni 1954

Die drei Kammern (F)

Schleich ich hinaus in die Hütte an der Grenze des Dorfs, 
dass mir der Gruss des Bruders am Morgen nicht schrecke, 
die vom Frühlicht schon ängstlich, die Taube; 

steig ich hinauf in die Höhle über dem Wasser im Fels, 
05 dass mir das Lied des Fährmanns am Mittag nicht schrecke, 
die vom einzigen Tropfstrahl schon ängstlich, die Taube; 

grab ich mich ein in die Steppe jenseits des Tals, 
dass mir das Zirpen der Grille am Abend nicht schrecke,
die von der Mondspur schon ängstlich, die Taube: 

10 klagen am Tag und klagen zur Nacht die Schakale 
in das verschüttete Grab: wohin floh, wohin meine Taube?


Blatt 06 (A-5-c_08_089.jpg)

F Die drei Kammern

Schleich ich hinaus in die Hütte an der Grenze des Dorfs,

dass mir der Gruss des Bruders am Morgen nicht schrecke,

die vom Frühlicht schon ängstliche ängstlich, die Taube; 

steig ich hinauf in die Höhle über dem Wasser im Fels,

dass mir das Lied des Fährmanns am
05 dass mir das Lied des Fährmanns zu Mittag nicht schrecke,

die vom einzigen Tropfstrahl schon ängstliche, Taube die Taube;


grab ich mich jenseits ein in die Steppe jenseits des Tals,

dass mir das Zirpen der Grille am Abend nicht schrecke,

die von der Mondspur schon ängstlich, die Taube: 

10 klagen am Tag und klagen zur Nacht die Schakale

in das verschüttete Grab: wohin floh, wohin meine Taube?

24.6. 54

  • Besonderes:

    Verso: Typoskript (Sebastian Franck, S. 20)

  • Letzter Druck: Die verwandelten Schiffe 1957
  • Textart: Verse
  • Strophen: ja
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/08_014
  • Seite / Blatt: 06
  • Status Text: Definitiv
  • Umschrift: Definitiv
  • Priorität: Normal

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    Änderung: Montag, 03 Dezember 2018
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