Dienstag, 13 Juli 1954

Legende (E)

Nun erst, wo sie lächelt
und ausstreckt die Hand, die sie früher 
ausstreckte oft nach dem Ball, den aus dem 
Fenster ihr zuwarf der Vater, erkennt er, 
05 die floh am Tag ihrer Hochzeit, die Tochter 
im Mönch, mit dem, damit er ihn tröste, er lebte Kammer an Kammer: 
Ins Schweigen begräbt er den Toten. 
Doch wenn mit dunkel gesenktem 
Gesicht er ging bisher, so grüssen 
10 aus der erledigten Kammer fortan die Brüder 
Augen, fröhlich erhobne.


Blatt 05

E Die gefundene Tochter

Legende

Nun erst, wo sie lächelt

und ausstreckt die Hand, die sie früher

ausstreckte oft nach dem Ball, den aus dem Fenster

Fenster ihr zuwarf der Vater, erkennt er,

05 die floh am Tag ihrer Hochzeit, die Tochter

im Mönch, mit dem er, damit er ihn tröste, er lebte Kammer

an Kammer:

Ins Schweigen begräbt er den Toten.

Doch wenn mit dem dunkel gesenktenm

Gesicht er ging bisher, so grüssen

10 aus der erledigten Kammer die Brüder ↔ die Brüder ↑fortan

Augen, fröhlich fortan erhobne.

13. 7. 54

  • Details:

    Titeländerung: Die gefundene Tochter → Legende

  • Besonderes:

    Verso: Typoskript (Sebastian Franck, S. 34)

  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/08_024
  • Seite / Blatt: 05
  • Status Text: Definitiv
  • Umschrift: Definitiv
  • Priorität: Normal

Inhalt: 205 Manuskripte und 25 Typoskripte zu 34 Gedichten (3 Endfassungen)
Datierung: 1.1.-27.12.1954
Textträger: Einzelblätter (A4-Format)
Umfang: 36 Dossiers, 270 beschriebene Seiten
Publikation: Die verwandelten Schiffe (16 Gedichte), Verstreutes (3 Gedichte)
Signatur: A-5-c/08 (Schachtel 35)
Herkunft: Mappe EG 54 I, EG 54 II

Wiedergabe: Edierte Texte, Abbildungen, Diplomatische Umschriften

Weitere Fassungen

    Änderung: Mittwoch, 19 Dezember 2018
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