Sonntag, 13 Juli 1958

Windmühlen II (B)

Die Woge der Nymphen floh mit dem Wind vorm Meerbeben
landeinwärts. 
Das Rotlicht hielt an der Strasse auf und staute die Woge der Nymphen. 
Denn die Wagen rasten zurück nach dem langen Wasserwochenende 
zur Stadt. 
Und es gab kein Schild „Nymphenwechsel“. 

05 Die Woge der Nymphen stand. Aber die Frage 
„Warum nicht weiter?“ drehte sich, Windmühlen, im Wind immer
weiter. // 09

Der Sturz der Giganten brach mit dem Sturm vom Berghang jenseits, 
die Bräute zu holen. 
Das Rotlicht hielt sie auf an der Strasse und staute den Sturz der
Giganten. 
Denn die Wagen rasten zurück nach dem langen Wasserwochenende 
zur Stadt. 
10 Und es gab kein Schild „Gigantenwechsel“. 

Der Sturz der Giganten stand. Aber der Zorn 
„Warum nicht weiter?“ blieb, Felsblöcke, liegen. 

Die Wagen rasen noch heute zurück nach langen Wasserwochenenden 
zur Stadt. 
Sie meinen, die Windmühlen, die Felsen 
15 bleiben, bloss weil Rotlicht ist, gegenüber einander 
stehn an der Strasse, für immer, für immer.


Blatt 08 (A-5-d_05_072.jpg)

Windmühlen IIB 

[ Landeinwärts floh mit dem Windvorm Meerbeben
  Landeinwärts floh mit dem Wind  im bebenden

Meer die Woge der Nymphen.

Das Rotlicht hielt auf an der Strasse und staute

die Woge der Nymphen.

Denn vom Strand rasten zurück zur Stadt

nach einem langen Wasserwochenende die Wagen.

Und es gab kein Schild „Nymphenwechsel“. ]

Die Woge der Nymphen floh mit dem Wind vorm

Meerbeben landeinwärts.

Das Rotlicht hielt an der Strasse auf und staute die

Woge der Nymphen. 

Denn vom die Wagen rasten nach einem zurück nach
  dem
einem langen Wasserwochenende zur
Stadt.

Und es gab kein Schild „Nymphenwechsel“. 

05 Die Woge der Nymphen staute sich stand. Aber die Frage 

„Warum nicht weiter?“ drehte sich, Windmühlen, im

Wind immer weiter. //

Blatt 09 (A-5-d_05_073.jpg)

Windmühlen IIB 2 

Die Giganten liefen jenseits

Der Sturz der Giganten brachmit dem Sturm
Der Sturz der Giganten brach  vom Berghang jenseits, 

die Bräute zu holen.

Das Rotlicht hielt sie auf an der Strasse und staute

den Sturz der Giganten.

Denn von¿ die Wagen rasten nach einem zurück nach dem
Denn von¿ die Wagen rasten nach einem zurück nach einem

langen Wasserwochenende zur Stadt.

10 Und es gab kein Schild „Gigantenwechsel“. 

Der Sturz der Giganten stand. Aber der Zorn 

„Warum nicht weiter?“ blieb, Felsblöcke, liegen.

Die Wagen rasen noch heute zurück nach langen Wasserwo-

chenenden zur Stadt.

Sie meinen, die Windmühlen , und die Felsen bleiben,

bleiben,
15   bloss weil Rotlicht ist, gegenüber einander stehn an der

stehn an der Strasse, für immer, für immer.

13.VII. 58

 

  • Besonderes:

    Schwarze Tinte; verso: Typoskript (B1↑: Kühle tropft auf die Blume; B2: Wer da Gold wirft)

  • Letzter Druck: GEDICHTE 1960
  • Textart: Verse
  • Strophen: ja
  • Schreibzeug: Tinte
  • Signatur: A-5-d/05_011
  • Seite / Blatt: 08, 09
  • Status Text: Definitiv
  • Umschrift: Definitiv
  • Priorität: Normal

Inhalt: 76 Manuskripte und 1 Typoskript zu 24 Gedichten (1 Endfassung)
Datierung: 30.1.-7.9.1958
Textträger: 118 Einzelblätter (A4-Format), z.T. Typoskriptmakulatur; Bleistift, schwarzer und z.T. blauer Kugelschreiber
Umfang: 24 Dossiers, 144 beschriebene Seiten
Publikation: GEDICHTE (8 Gedichte), Verstreutes (3 Gedichte)
Signatur: A-5-d/05 (Schachtel 37)
Herkunft: Grüne Mappe EG 1958 I

Wiedergabe: Edierte Texte, Abbildungen, Diplomatische Umschriften:

Weitere Fassungen

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