Dienstag, 21 August 1979

Lozärn / 2 (A)

Ond am Museggeromgang schnogget mer alli
metenand henderem Hemel ond
henderem Allerheiligschte noche. Aber
mehr gsend nüd devo mer send jo
05 vil zchli. Mer gsend nor die vele
grosse Lüt, wo vor üs ond hender üs
ond näbe üs schnoggid. Ond alli
send schwarz agleid ond send
grau agleid. Ond es ged
10 fascht keni Manne, es ged // 002
nor Fraue, ond Manne
geds nor es paar
Alti ond die
schmöckid so komisch.
15 Ond es esch alles trurig ond es esch alles
grau ond mer weiss
ned worum, es isch jo
ganz schöns Wätter ond mer
merkt scho de Früelig ond ade
20 Museggmur hendd Bäum scho 
ganz monzigi Blättli. Ond alli
bättid de Rosechranz, ond wenn si
fertig send, fönd si weder vo vore a, aber // 003
mer merkt, sie dänkid a alles
25 Möglechi andri debi. Ond alli
send froh, wenn s verbi esch ond
die ganz Prozässion weder onde
bem Nöllitor achond. Ond de Löw seid:
Chömid, jetz gömmer go Morechöpf ässe.
30 Onds Mami, wo emmer
grau <a>gleid esch ond emmer
schwarz agleid esch, seid nüd ond
potzt nor vor em Trenke
de Tasserand ab metem Nastuech.



Weitere Informationen

  • Besonderes:

    Das erste Gedicht des Luzern-Zyklus' hatte Raeber gleichentags als Manuskript niedergeschrieben.

  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Mundart: ja
  • Zyklus: ja
  • Signatur: A-5-h/01
  • Seite / Blatt: 001, 002, 003
  • Status Text: Kontrolliert
  • Umschrift: Kontrolliert
  • Priorität: Hoch

Weitere Fassungen

    Änderung: Donnerstag, 15 Februar 2018
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