Datiert: 1952

Vor Himmels Röte schmilzt …* (A*)

Vor Himmels Röte schmilzt
metallene Wandung des Hauses,
und in den Kammern quillt
den Siechen ins geborstene Ohr
05 Klageton des Horns,
sodass sie werfen fort die blutigen Laken.

Aber auf der Schwelle hebt der Sänger
lauteren Kelch des Lieds
empor zum Flammenmund, der unersättlich säuft,
10 dass er ihn stille:

wenn die Najaden alle auf dem Trocknen röcheln,
erlischt die Röte überm wüsten Feld;
geronnen deckt Metall, erkaltend,
des Hauses alten Ort,
15 wo das Horn entfiel des Bläsers Lippe
und die Nackten raffen
verkohlte Fetzen ans Gebrest.

  • Details:

    V. 07 Alternativvariante: Aber → Doch (vgl. Typoskripte Kutter)

  • Besonderes:

    Typoskript (K) mit Korrektur (undatiert); edierter Text folgt Grundschicht

  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Strophen: ja
  • Schreibzeug: Schreibmaschine
  • Signatur: A-5-c/04_007
  • Seite / Blatt: 01
  • Status Text: Definitiv
  • Priorität: Normal

Inhalt: 59 Typoskripte zu 34 Gedichten (32 Endfassungen)
Datierung: 1952 (Konvolut-Umschlag: 1952 G)
Textträger: Einzelblätter (A4-Format)
Umfang: 35 Dossiers
Publikation: Die verwandelten Schiffe (1 Gedicht), Verstreutes (1 Gedicht)
Signatur: A-5-c/04 (Schachtel 34)
Herkunft: 2 Beige Mappen 1952 G, 152 GB

Kommentar: Dossier 35: Sammlung von 14 Gedichten (Reproduktionen); Jahreszahl mit Tinte; auf Bl. 01 oben mit Bleistift: Dr. Raeber, unten: xx 22. Juni 53 (fremde Hand?)
Wiedergabe: Edierte Texte

Weitere Fassungen

    Änderung: Mittwoch, 11 September 2019
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