Entstanden: 04. Mai 1949

Nah sind die Mächte die im Stillen kämpfen
nah sind sie uns noch in der Nacht. // 038
Wie trügerisch ist doch der Friede, da des Tages
wir gehn in Ketten dieses untern Gottes. 
05 Dass es ihm also möglich war uns Lichtere zu fesseln 
in seine Dunkelheit! Es schüttelt euch 
der fremdeste der Schmerzen, wenn ihr des Nachts 
kehrt auf geheimem Weg in jenes Tal zurück, 
wo an der Kreuzung noch die Liebe wartet 
10 noch die Erinnerung an euren ersten Tag 
Mahne nicht uns an jenen toten Tag, 
nicht uns an das verlorne Reich. Es ist uns 
lang im jähen Tag begraben. Die 
Sonne stahl was uns die Nacht gewährt. 
15 Das was ihr Tag nennt ist noch tiefste Nacht. 
Die wahre Leuchte trägt ihr schon mit euch. // 039
Ihr werdet heute noch das Wahre bilden 
und jenes Gottes Thron wird stürzen eure Hand. 
Die mächtigere Kraft ist euch seit je versprochen. 
20 Heut ist der Tag, da ihr sie kühn ergreift.

Infos
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: C-2-b/02
  • Seite / Blatt: 037 (unten), 038, 039 (oben)