Entstanden: 14. September 1953

Wenn er auch segelnd rührt an die zitternden Zweige
der Wipfel 
mit dem gestohlenen Schuh,
so lässt er ihn doch fallen hinab in keinen der
Mittagsgärten, 
wo ruhen die Grossen des Reiches am Ufer des Flusses: 
05 Sondern erst, wo tief unterm Turm am Tor der König sitzt
zu Gericht, 
dort stürzt nieder der Adler und wirft ihm den Schuh in den
Schoss. 
Aufschaun Beklagter und Kläger von der umstrittenen Ware, 
da wegfliegt der Adler, lässt fragend den König: 
Der sendet und findet die Frau im verborgenen Garten, 
10 eben entstiegen dem Bad, 
wie ringsum sie sucht den einen verlorenen Schuh.

Infos
  • Besonderes: Verso: Typoskript (Sebastian Franck, S. 56)
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/05_033
  • Seite / Blatt: 03