Synopse

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Sonntag, 23 November 1952    (    )

Nachtlied (A)

Standst du, bis die letzte Wolke glitt
offnem Horn vorüber, im Gebüsch
heimlich, schlägt nun¿ aus dem  Beet das Feuer, 
fasst dich an und sengt von heisser Säule 
05 letzte Hülle weg, sodass die prallen 
Blumen springen auf, da ihre Gluten 
fallen glühender auf sie zurück, 
springt die Rose durstig auf inmitten, 
saugt die Säule lang in ihren Grund, 
10 bis das süsse Mark sie, jählings stürzend 
spät berauscht, wenn sich das Horn vergoldet.

In: Manuskripte 1952
Montag, 24 November 1952    (    )

Nachtlied (B)

Standst du, bis die letzte Wolke glitt
offnem Horn vorüber, heimlich im
Holz und schlägt dann aus dem Beet das Feuer,
fasst dich an und sengt von heisser Säule
05 letzte Hülle weg, sodass die prallen
Blumen, da die Gluten alle auf sie
glühnder rückwärts fallen, springen auf,
springt die Rose durstig auf inmitten,
saugt die Säule lang in ihren Grund,
10 bis das süsse Mark sie, jählings stürzend,
überfüllt, wenn sich das Horn vergoldet.

In: Manuskripte 1952
Donnerstag, 27 November 1952    (    )

Nachtlied (C)

Lagest du, bis hellem Horn vorüber
spät die Wolke glitt, versteckt im Holz,
schlug verwegen aus dem Beet das Feuer, 
fasste, sengte von der heissen Lanze 
05 letzte Hülle dir, sodass die prallen 
Blumen, da die Gluten alle auf sie 
glühnder rückwärts fielen, sprangen auf, 
sprang die Rose durstig, als du bohrtest 
ihr die Lanze bebend in den Grund, 
10 saugte lang sie, bis das Mark entstürzte 
jach der Lanze und die Rose füllte, 
überfüllte, als das Horn verblich.

In: Manuskripte 1952
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Manuskripte 1952 (Datum)
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