Samstag, 16 September 1950

Aus dem Gebirg …* (A)

Aus dem Gebirg
stürzen donnernd heraus
Bäche unbändig 
wirren Lichtes
05 in die gelassenen Täler 
Immer wieder jedoch 
fahren – bedeutend
ewiges Licht jenseits 
leuchtend und innen –
10 (denn uns allen ist
das Jenseitige innen: O
welches Wissen, dass uns schon
fast verliess das eigene Herz, 
nie uns gehörte, dem Ursprung 
15 anhängt, der ewigen Sonne!)
fahren die Blitze
von dem Gebirge dort 
her zu der hiesigen Höhe;

von den Donnern gefolgt, 
20 die erschüttern, wahrlich, // 02
Land und Gewässer: 
wie verstummen die Bäche, 
lichtlos sind sie
vor diesem Licht, 
25 vor diesem Donner 
stumm: nur Widerschein 
glänzt in ihrem Stieben 
fern und zu innerst gewussten 
Licht entfallenen Blitzes: 
30 o, wie wirklich ist,
was das Auge nimmer geschaut, 
nur die Seele gewusst:
Wahrheit der gestillten verkündigt.


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  • Besonderes:

    Verso Bl. 1 durchgestrichenes Typoskript (Weh ist dieser hohe Steg gedehnt …; 19.5.1949)

  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: Vollständiges Datum
  • Strophen: ja
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-b/02_147
  • Seite / Blatt: 01, 02

Inhalt: 430 Manuskripte zu 151 Gedichten (50 Endfassungen)
Datierung: Mai 1948 – 4. 3.1951
Textträger: 280 Einzelblätter (A4-Format)
Umfang: 174 Dossiers, 436 beschriebene Seiten
Publikation: Gesicht im Mittag (14 Gedichte), Verstreutes (6 Gedichte)
Signatur: A-5-b/02 (Schachteln 30/31) / pdf-Liste
Herkunft: Nr. 1-113: gräulich-grünliche Mappe EG 1 (1948/49/50); Nr. 114-174: grüne Mappe EG 2 (1951)

Kommentar: Willkürlich geordnete Konvolute, Zusammengehörendes oft in verschiedenen Dossiers
Wiedergabe: Edierte Texte, Abbildungen; diplomatische Umschriften  nur bei Texten, die in Gesicht im Mittag publiziert wurden.

Weitere Fassungen

Manuskripte 1948-51 (alph.)
(Total: 430 )
Manuskripte 1948-51 (Datum)
(Total: 430 )
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