Synopse

(6)
Montag, 16 Juni 1958    (    )

Windmühlen I (A)

Der Wind vom Gebirge ist kalt.
Sie weichen vom Sandstrand aus 
und küssen sich abseits, in der Grotte. 

Der Wind vom Gebirge ist kalt, 
05 aber nur er weckt die in der Stille 
toten Rosen: sie blühen nur in der Drehung. 
Sausende Rosen des Winds, aus dem Grund 
das Wasser aufsaugende Rosen. Sie riechen 
den Duft nicht, bevor die Pampelmuse, rot geworden vom Tisch fällt.

10 Jetzt frieren sie vor den Grotten; die Rosen
erloschen auch für sie, die allein
waren das Beet zu sehen begabt // 02
rot sausen bis zum Gebirge. 

Der Wind vom Gebirge war kalt. 
15 Sie wichen vom Sandstrand aus 
und küssten sich in der Grotte. – Sie kommen 
schon aus der Grotte. Die kalte 
Stunde des Winds vom Gebirge allein ist die Stunde der Rosen.

In: Manuskripte 1958
Dienstag, 08 Juli 1958    (    )

Windmühlen I (B)

Der Wind vom Gebirge ist kalt, 
sie weichen vom Sandstrand aus 
und küssen sich abseits in der Grotte. 

Der Wind vom Gebirge ist kalt, 
05 aber nur er weckt die toten 
Rosen: sie blühen nur in der Drehung, 
sausende Rosen des Winds, aus dem Grund 
Wasser aufsaugende Rosen. 
Sie riechen den Duft nicht, bevor 
10 die Pampelmuse, rot geworden, vom Tisch fällt. 

Jetzt frieren sie vor der Grotte; die Rosen 
erloschen auch für sie, die allein 
sahen sausen rot // 04
bis zum Gebirge das Beet. 

15 Der Wind vom Gebirge war kalt. 
Sie wichen vom Sandstrand aus 
und küssten sich in der Grotte. – 
Sie kommen schon aus der Grotte. 
Die kalte Stunde des Winds 
20 vom Gebirge allein ist die Stunde der Rosen.

In: Manuskripte 1958
Samstag, 16 August 1958    (    )

Windmühlen I (C)

Der Wind vom Gebirge ist kalt, 
sie weichen vom Sandstrand aus 
und küssen sich in der Grotte. 

Der Wind vom Gebirge ist kalt, 
05 aber nur er weckt die toten 
Rosen: sie blühen nur in der Drehung, 
sausende Rosen des Winds, aus dem Grund 
Wasser aufsaugende Rosen. 
Sie riechen den Duft nicht, bevor 
10 die Pampelmuse, rot geworden, vom Tisch fällt. 

Jetzt frieren sie vor der Grotte, die Rosen 
erloschen auch für sie, die allein 
sahen rot sausen das Beet bis zum Gebirge. // 06

Der Wind vom Gebirge war kalt. 
15 Sie wichen vom Sandstrand aus 
und küssten sich in der Grotte. – 
Sie kommen schon aus der Grotte. 
Die kalte Stunde des Winds 
vom Gebirge allein ist die Stunde der Rosen.

In: Manuskripte 1958
Datiert: 1958    (    )

Windmühlen I

Der Wind vom Gebirge ist kalt,
sie weichen vom Sandstrand aus
und küssen sich in der Grotte.

Der Wind vom Gebirge ist kalt,
05 aber nur er weckt die toten
Rosen: sie blühen nur in der Drehung,
sausende Rosen des Winds, aus dem Grund
Wasser aufsaugende Rosen.
Sie riechen den Duft nicht, bevor
10 die Pampelmuse, rot geworden, vom Tisch fällt.

Jetzt frieren sie vor der Grotte; die Rosen
erloschen auch für sie, die allein
sahen rot sausen das Beet bis zum Gebirge.

Der Wind vom Gebirge war kalt.
15 Sie wichen vom Sandstrand aus
und küssten sich in der Grotte.
Sie kommen schon aus der Grotte.
Die kalte Stunde des Winds
vom Gebirge allein ist die Stunde der Rosen.

In: Typoskripte 1958
Samstag, 07 März 1959    (    )

Windmühlen

Der Wind vom Gebirge ist kalt,
sie weichen vom Sandstrand aus
und küssen sich in der Grotte.

Der Wind vom Gebirge ist kalt,
05 aber nur er weckt die toten
Rosen: sie blühen nur in der Drehung,
sausende Rosen des Winds, aus dem Grund
Wasser aufsaugende Rosen.
Sie riechen den Duft nicht, bevor
10 die Sonne, rot geworden, vom Tisch fällt.

Jetzt frieren sie vor der Grotte; die Rosen
erloschen auch für sie, die allein
sahen rot sausen das Beet bis zum Gebirge.

Der Wind vom Gebirge war kalt.
15 Sie wichen vom Sandstrand aus
und küßten sich in der Grotte.
Sie kommen schon aus der Grotte.
Die kalte Stunde des Winds
vom Gebirge allein ist die Stunde der Rosen.

In: Verstreutes
Datiert: 1960    (    )

WINDMÜHLEN I

Der Wind vom Gebirge ist kalt,
sie weichen vom Sandstrand aus
und küssen sich in der Grotte.

Der Wind vom Gebirge ist kalt,
05 aber nur er weckt die toten
Rosen: sie blühen nur in der Drehung,
sausende Rosen des Winds, aus dem Grund
Wasser aufsaugende Rosen.
Sie riechen den Duft nicht, bevor
10 die Sonne, rot geworden, vom Tisch fällt.

Jetzt frieren sie vor der Grotte; die Rosen
erloschen auch für sie, die allein
sahen rot sausen das Beet bis zum Gebirge.

Der Wind vom Gebirge war kalt.
15 Sie wichen vom Sandstrand aus
und küßten sich in der Grotte.
Sie kommen schon aus der Grotte.
Die kalte Stunde des Winds
vom Gebirge allein ist die Stunde der Rosen.

In: GEDICHTE 1960
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GEDICHTE (Folge)
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