DER SCHLÄFER

Was zwitscherst du, Vogel, dem Schläfer,
was streifst du das Bett hier, was dort mit dem Flügel,
daß er dir, ganz noch verfangen im Schlafnetz,
das du beginnst zu zerreißen, mit halber Hand wehrt?
05 Was rufst du lauter und fällst ihm in die Stirn,
setzest dich gar auf sein Haupt, lang hinschreiend:
Sodaß er, entfesselt, nun schwimmt auf dem Bett hinaus in den
Mittag,
erschrocken und wach, allein mit dir, Vogel, als Lenker?

  • Besonderes:

    V. 7 gebrochen

  • Letzter Druck: Die verwandelten Schiffe 1957
  • Textart: Verse
  • Endfassung: ja
  • Seite / Blatt: 15
  • Werke: Bd.1, 035
  • Textnr.: 009
  • Priorität: Hoch

schiffe kleinTitel: Die verwandelten Schiffe / GEDICHTE
Verlag: Hermann Luchterhand Verlag, Darmstadt, Berlin-Frohnau, Neuwied (1957)
Druck: Wiking Druckerei GmbH, Darmstadt
Inhalt: 49 Gedichte; Klappentext (Das Gedicht heute) von Raeber, Motto (Aeneis)
Textträger: Broschüre mit Zeichnung auf vorderem Umschlag, 64 Ss

Vorstufen: Notizbuch 1952-54, 1954-55, 1955-57, Manuskripte 1953, 1954, 1955, 1956, Typoskripte 1954
Kommentar: Tantiemen-Vertrag: 31.12.1956; Beschreibung
Wiedergabe: Freie Handhabung des Zeilenumbruchs bei Langversen

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