Freitag, 16 November 1962

Von Hilde Classen, 16.11.1962

Lieber Herr Raeber,

01 Haben Sie vielen Dank für Ihren Brief vom 12. November und für das Ms der GEDICHTE. Ich habe es mit großem Interesse und mit großer Freude gelesen und bin bereit, diese GEDICHTE noch unserer nächsten Produktion einzufügen, sodaß sie im Frühjahr 1963 erscheinen können.

02 Sie haben recht, einige der Gedichte waren mir bekannt durch Veröffentlichungen, so NEAPEL: PALAZZO REALE und PANTHEON. Ich war sehr beeindruckt, die Gedichte zu lesen resp zu hören, denn auch diese Gedichte verlangen danach, laut gelesen und gehört zu werden, und erfreut, wie sehr die Gedichte an Ausdruckskraft noch gewonnen haben, am meisten erkennbar etwa in den großartigen Gedichten
UNTER DEM GITTER
ENGEL IM REGEN
LABBYRINTH
BIENEN.

03 Es ist im Grunde müßig, einzelne der Gedichte herauszuheben. Bei jedem neuen Lesen begegnet man wieder einer anderen, für Sie typischen Ausdrucksform.

04 Nur eine Frage: haben Sie womöglich aus der letzten Zeit, also aus 1962 – diese Gedichte haben mir den stärksten Eindruck hinterlassen – noch einige wenige, die man hinzunehmen könnte, sodaß auf diesen Gedichte<n> das stärkste Gewicht liegt? Ich würde mich herzlich darüber freuen. Es sind jetzt 51 Gedichte.

05 Ich glaube, die Form unserer kleinen Gedichtände hatte Ihnen besonders gut gefallen. Ich möchte in dieser oder einer ähnlichen Form auch dieses neue Bändchen bringen.

06 Ihren Klappentext finde ich sehr gut.

07 Alles Weitere dann in der nächsten Zeit. Für heute herzliche Grüße und vielen Dank, daß Sie mir das Manuskript schickten.

Ihre
CLAASSEN VERLAG
G.M.B.H

Dr. Hilde Claassen

Weitere Informationen

  • Besonderes:

    Typoskript; Briefkopf: CLAASSEN VERLAG / GMBH / HAMBURG 13 PARKALLEE 42 […]

  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Brief
  • Schreibzeug: Schreibmaschine
  • Signatur: B-4-c-FLUSS
  • Status Text: Kontrolliert
  • Priorität: Normal
    Änderung: Donnerstag, 21 September 2017
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